Hoffmann bei Mountain Attack nicht zu biegen
Dominanz. Der Sieger des Vorjahres ließ von Beginn an nie Zweifel an der Titelverteidigung aufkommen.

Die Pisten im Glemmtal gehörten am Freitag ganz den Skibergsteigern. Ein großer Pulk wälzte sich bei der Mountain Attack zunächst durch das Saalbacher Ortszentrum, bevor es die umliegenden Berge zu erklimmen galt. Zu schaffen machte den Teilnehmern der feinkörnige Kunstschnee, der für rutschige Bedingungen sorgte.

Wie im vergangenen Jahr heißt der Sieger Christian Hoffmann. Der Oberösterreicher feierte erneut einen ungefährdeten Erfolg. Nach der ersten Hälfte des Rennens schien Hoffmann sogar auf dem Weg zu einer neuen Rekordzeit zu sein. Diese hält seit 2006 der Italiener Guido Giacomelli in 2:27:36 Stunden. Letztlich benötigte der Langlauf-Olympiasieger für die 40 Kilometer und 3000 Höhenmeter auf der Marathon-Distanz knapp vier Minuten länger. „Es wäre insgeheim schon ein Ziel gewesen, den Streckenrekord zu knacken, aber dafür muss alles zusammenpassen. Am letzten Berg fehlte mir dann einfach die Kraft. Auch mit meinen Fellen hatte ich Probleme“, meinte ein dennoch zufriedener Christian Hoffmann im Ziel. Bei den Damen feierte Michaela Eßl eine erfolgreiche Rückkehr zur Mountain Attack. Sie distanzierte ihre erste Verfolgerin um über 17 Minuten.
Die Pinzgauer Skibergsteiger sorgten bei der 16. Auflage des Klassikers für zahlreiche Spitzenplätze. Im Marathon-Bewerb platzierte sich der Uttendorfer Marc Hochstaffl als Achter, nur rund 19 Minuten hinter dem Ersten. Die Zellerin Lisa Pleyer wurde bei den Damen in 3:34 Stunden Vierte. Auf Eßl fehlten ihr keine 25 Minuten.
Auf der Tour-Distanz (2000 Höhenmeter) erreichte Rene Fischer aus Zell am See den vierten Platz, Kati Wimmer aus Lofer wurde Zweite. Einen Erfolg gab es im Schattberg-Race durch Verena Streitberger aus Maishofen zu bejubeln. Die erst 16-jährige Nationalteam-Sportlerin stellte damit erneut ihr großes Talent unter Beweis.
Insgesamt waren rund 1000 Starter bei der diesjährigen Mountain Attack dabei – ein neues Rekord-Teilnehmerfeld. Seit Mitte November war das Rennen ausverkauft. Trotz des ungebrochen wachsenden Ansturms kommt eine Ausweitung des Kontingents nicht infrage. „Wir belassen es dabei“, sagt Organisator Roland Kurz.
[Pinzgauer Nachrichten]