Kilometer machen anlässlich der Maisammlung ist für die Bürgermusik Saalfelden vorbei: Statt eines vielstündigen Marsches durch das Stadtgebiet stehen elf Platzkonzerte auf dem Programm.

Seit 1962 ist der 1. Mai für die Bürgermusik Saalfelden wahrlich ein Tag der Arbeit: Seither marschiert die Kapelle durch Saalfelden, spielt immer wieder auf und sammelt Spenden. Und das nicht zu knapp: 1962 waren es immerhin 11.000 Schilling, die hereinkamen. Oder wie Bürgermusik-Obmann Manfred Hirschbichler erklärt: „Das ist besonders wichtig. Ein Verein wie die Bürgermusik kann nur dank der Großzügigkeit der Bevölkerung bestehen und die vielfältigen musikalischen Anforderungen bestreiten.“
So ist die jedes Jahr zum Gruß zum 1. Mai durchgeführte Spendensammlung eine wichtige Einnahmequelle für die rührige Kapelle. Andererseits kann man bereits 1969 in der Chronik der Bürgermusik nachlesen, dass die Musikanten über die fast schon unzumutbaren Strapazen klagten – viele Kilometer Fußmarsch und unzählige Musikstücke, die gespielt werden müssten. Noch dazu ist Saalfelden in den vergangenen 50 Jahren enorm gewachsen – Hirschbichler: „Wir mussten uns eine Alternative überlegen, das war nicht mehr zu schaffen. “ Also setzt die Bürgermusik am Donnerstag, dem 1. Mai, erstmals auf Platzkonzerte – insgesamt elf. Und hofft auf großen Anklang bei der Bevölkerung von Saalfelden.
Der Startschuss zu einem Tag voller Musik fällt früh: Um 8 Uhr geht’s beim Café Pichlmaier (Obsmarkt) los. Die weiteren Termine: 8.45 Uhr Zentrum (Fuzo/ Kirche); 9.30 Uhr Berglandsiedlung; 10.15 Uhr Haid; 11 Uhr Bsuch (Winklhof); 11.45 Uhr Harham (Dorfplatz); 13.30 Uhr Breitenbergham (Gasthof Grünwald); 14.15 Uhr Schloss Ritzen; 15 Uhr Niederhaus; 15.45 Uhr Almdorf; 16.30 Uhr Ramseiden (Dorfplatz).
[Pinzgauer Nachrichten]