Sonderausstellung im Museum Schloss Ritzen eröffnet: Seltene Fresken erstmals im Pinzgau zu sehen

Ein festlicher Rahmen für eine möglichst umfassende Ausstellung zum Thema Römerzeit in Noricum – eröffnet Mittwoch vor einer Woche von Kultur-Landesrat Heinrich Schellhorn und Bürgermeister Erich Rohrmoser sowie Klaus Linzmaier, Obmann des Museumsvereines, im Museum Schloss Ritzen in Saalfelden.
Die Schau, die seit vergangenen Donnerstag zu sehen ist, umfasst unter anderem die Fresken von Wiesersberg und den Silberschatz von Bruck. Bei den römischen Fresken von Saalfelden-Wiesersberg handelt es sich um den bedeutendsten Fund römischer Wandmalereien aus einer „Villa rustica“ in Salzburg. 1800 Jahre haben die Malereien im Boden geschlummert. Jetzt, nach gelungener Restaurierung, kann man einen „Hauch von Pompeji“ in Saalfelden erleben.
Zu sehen ist eine Darstellung des Windgottes des Nordens. Rechts davon wird eine bogenschießende Figur – wahrscheinlich Apollo – im Kampf mit einem Ungeheuer dargestellt. Wiederum rechts davon sieht man eine Szenen aus dem Aktaionmythos. Der Jäger Aktaion, der die Göttin Diana beim Baden überraschte und von ihr zur Strafe in einen Hirsch verwandelt wurde, wird hier von seinen eigenen Hunden zerfleischt.
[Pinzgauer Nachrichten]