In der ÖHV Destinationsstudie 2013 wird Saalfelden-Leogang als ein Beispiel für erfolgreiche Regionen, die vorhandene Ressourcen optimal nutzen, angeführt.

Folgende Regionen beispielsweise haben vorhandene Ressourcen erkannt und neu zugänglich gemacht:
Das Salzkammergut setzt auf Brauchtum rund um die Adventszeit.
Serfaus-Fiss-Ladis besetzt das Thema Wanderrouten für die Positionierung „Kinder- und Familienabenteuer“.
Saalfelden-Leogang baut auf intensive Mountainbike-Spezialisierung.
Sie alle haben eines gemeinsam: Die Hotelbetten dieser Destinationen werden besser ausgelastet, weil Gondeln, Lifte und die vorhandenen Pistenkilometer auch ohne Schnee neu in Szene gesetzt werden.


Die ÖHV Destinationsstudie 2013 zeigt deutlich, dass erfolgreiche ländliche Destinationen am meisten davon profitieren, wenn sie es schaffen, auch die Nebensaison für den Gast attraktiv zu machen. Fünf erfolgreiche Destinationen in Österreich haben genau das getan – und durch die bewusste Inszenierung der Nebensaison ihre Nächtigungen und Umsätze kräftig erhöht. Sie haben als Destination ein starkes und einzigartiges Angebot geschaffen und eine Positionierung erreicht.
5 Schlüssel-Empfehlungen zum Erfolg
Aus den umfangreichen Analysen der Studie hat Dr. Vladimir Preveden (Experte in den Bereichen Tourismus und neue Technologien, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants) folgende 5 Empfehlungen formuliert, die er als Schlüssel zum Erfolg sieht:
Es ist unumgänglich, dass die Akteure in einer Destination ihre Kräfte bündeln und eine Plattform schaffen, die die Destination zielgerichtet entwickelt.
Für die erfolgreiche Entwicklung ist es notwendig, langfristige Ziele für die Destinationsentwicklung und -positionierung zu definieren und diese konsequent und kompromisslos umzusetzen.
Destinationen müssen authentisch bleiben, nachhaltig agieren und dabei die Lebensqualität der eigenen Bevölkerung im Auge behalten.
Dem Aufbau von Wissen und entsprechenden Schulungen kommt eine kritische Bedeutung zu.
Massentourismus gilt es zu vermeiden. Stattdessen wird eine kundengerechte Anpassung an die Segmente der Zielgruppen immer wichtiger, auch in Verbindung mit dem Einsatz neuer Medien. Die ausgewählten Destinationen, und mit ihnen viele andere, zeigen, wie Österreich als Land seine ausgezeichnete internationale Positionierung und Wettbewerbsfähigkeit im Tourismus halten kann. Auch gegenüber anderen, im Tourismus schnell wachsenden Ländern besteht ein Wissensvorsprung und Vorsprung in der Abgestimmtheit und Interaktion der wesentlichen Akteure einer Destination. Auf dieser Basis können Erfolgsbeispiele erst wirklich entstehen.“
(Quelle: ÖHV Destinationsstudie, Seite 13)
Praktische Beispiele
Aus der Studie geht hervor, dass jene Urlaubsdestinationen erfolgreich sind, in denen die Gemeinden zuvor darüber übereinkamen, dass es eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist, etwas gegen einen konkreten Mangel in der Nebensaison zu unternehmen.
Folgende Regionen beispielsweise haben vorhandene Ressourcen erkannt und neu zugänglich gemacht:
Das Salzkammergut setzt auf Brauchtum rund um die Adventszeit.
Serfaus-Fiss-Ladis besetzt das Thema Wanderrouten für die Positionierung „Kinder- und Familienabenteuer“.
Saalfelden-Leogang baut auf intensive Mountainbike-Spezialisierung.
Sie alle haben eines gemeinsam: Die Hotelbetten dieser Destinationen werden besser ausgelastet, weil Gondeln, Lifte und die vorhandenen Pistenkilometer auch ohne Schnee neu in Szene gesetzt werden.
Erfolg braucht Zeit
Als Destination muss man sich zur Beobachtung und Erfolgsmessung einen langfristigen Zeitraum geben. Man darf nicht ungeduldig sein. Alle Beispiele haben gezeigt, dass es bereits nach einem Jahr möglich ist, klare Fortschritte zu sehen. Allerdings dauert es schon drei bis sechs Jahre, um eine nachhaltige Steigerung der Nächtigungen von etwa 50 Prozent zu erreichen.
Machen auch Sie mit!
Einer der zentralen Faktoren im sogenannten Destinationsmanagement ist die Einbindung der einheimischen Bevölkerung. Über Arbeitskreise und mit transparenter Kommunikation über Ziele, Maßnahmen und Erfolge können alle Beteiligen einer Urlaubsregion eingebunden werden – vom Händler, Verleiher und Gastronomen über den Unterkunftgeber bis hin zu lokalen Infrastrukturanbietern wie etwa Taxis oder Bergbahnen.
Facebook Twitter & Co nutzen
Und last, but not least zeigte auch die begleitende Social Media-Analyse zur Studie eindeutig, dass die prestigeträchtigsten Destinationen, die sich international einen Namen gemacht haben, am stärksten auf Facebook, Twitter & Co diskutiert werden. Persönliche Urlaubserlebnisse gehören zu den beliebtesten und interaktivsten Themen in den sozialen Netzwerken. Viele Millionen Urlaubsfotos, Bewertungen und Reiseberichte werden jedes Jahr zu Österreichs Destinationen online gestellt. Sie bieten oft die Grundlage für all jene, die sich über ihre nächste Reise informieren und diese online buchen. Gäste diskutieren eifrig über das Wandern, Skifahren oder über Wellnessangebote.
Welche der zahlreichen Destinationen dafür ausgewählt wird, entscheidet sich immer häufiger während des Lesens von Reiseblogs, beim Austausch in Foren und durch das Auffinden entsprechender Angebote auf den Online-Kanälen der Regionen. Auch UrlaubUrlaub.at ist natürlich auf Facebook vertreten und betreibt einen eigenen Blog – schauen Sie doch Mal vorbei:
UrlaubUrlaub.at Fanpage
UrlaubUrlaub.at Blog
Mehr Infos:
Die gesamte Studie können Sie bei der ÖHV zum Preis von 85 Euro erwerben: www.oehv.at/shop