Mit einem Hubschrauber wurde am Mittwoch in Leogang ein 1600 Meter langes Seil für die Seilrutsche Flying Fox über das Tal gespannt. In wenigen Wochen kann man den Nervenkitzel ausprobieren.

Die Seilrutsche führt von der Stöcklalm bei der Mittelstation der Asitzbahn auf die gegenüberliegende Seite des Schwarzleotals. Sie ist 1600 Meter lang und bis zu 140 Meter über dem Boden. Wegen der großen Höhe konnte das Seil nur mithilfe eines Hubschraubers montiert werden.

Da das Stahlseil selbst fünf Tonnen wiegt und mit dem Hubschrauber nicht zu bewältigen war, wurde zunächst ein Seil aus Dyneema gespannt. Das ist eine Kunstfaser, die auch für Angelschnüre oder Kletterseile verwendet wird. Das Dyneemaseil war auf eine drehbare Rolle bei der Talstation gewickelt. Der Hubschrauber stieg etwa zwei Meter auf. Dann hängte Flughelfer Florian Sollereder das Seil am Boden des Hubschraubers ein. Langsam zog es Pilot Jürgen Köll dann mit dem Hubschrauber von der Rolle. Bei der Bergstation wurde es von weiteren Helfern befestigt. An dem Kunststoffseil wurde dann ein dünnes Stahlseil über das Tal gezogen. Und an diesem schließlich das dicke Stahlseil, unter dem man ab Juni über das Tal rasen kann.

Eröffnet wird der Flying Fox am 9. Juni. Die Benutzer hängen in einem Geschirr mit Beinsack wie beim Gleitschirmfliegen und erreichen bis zu 130 km/h. „Unten kommt man mit etwa 80 km/h an und wird sanft gebremst“, sagt Kornel Grundner von den Leoganger Bergbahnen. Der Preis für eine Fahrt beträgt 79 Euro. Grundner sagt, der Preis sei gerechtfertigt. „Es gibt weit und breit keine solche Anlage.“ Und dort, wo es sie gebe, etwa in Frankreich, wo sie die Leoganger getestet hätten, zahle man das Gleiche. Es werde auch Sonderangebote geben.

© SN/SW