Die Erschließung des Naherholungsgebietes Steinalm bei Saalfelden mit Forststraßen der Bundesforste sorgt für Proteste. Diese Straßen würden ein wichtiges Naherholungsgebiet zerstören, fürchten mehr als 2.000 Saalfeldener.

Gegen die Pläne der Bundesforste, Forststraßen sieben Kilometer weiter in den Wald zu treiben, formiert sich Widerstand von Naturschützer. Diese sind überzeugt, der Wald lasse sich auch schonender bewirtschaften mittels Seilwinden oder im Notfall mit Hubschrauberflügen.
Mehr als 2.000 Unterschriften gegen die neuen Forststraßen haben die „Freunde der Steinalm“ gesammelt. „Wer sich das einmal angesehen hat – es wäre wirklich extrem schade, wenn man dort jetzt die Forstwirtschaft hineinbringt und das ursprüngliche Mischwaldgebiet anschneidet und eigentlich komplett zerstört durch diesen Weg“, so Peter Dullnig vom Alpenverein.
Die Bundesforste planen vier neue Forstwege auf die Steinalm. Derzeit ist die Almhütte mit ihren weiten Weideflächen und Bergwäldern nur zu Fuß über schmale Steige erreichbar. Viele Wanderer, Bergläufer und Skitourengeher, Einheimische und Gäste, sind seit Jahrzehnten hier immer wieder unterwegs.
Das Gebiet liegt oberhalb der Felseneinsiedelei Saalfelden und unterhalb der Peter-Wiechenthaler-Hütte. Die Steinalm wird im Sommer auch als Jausenstation bewirtschaftet.
Wastl Wörgötter vom ÖAV Saalfelden kündigt vehementen Widerstand gegen die Pläne der Bundesforste an.