Die 2. Seilbahn auf den Asitz um 17 Millionen Euro wird schon Ende 2014 eröffnet. Mit einer letzten Unterschrift wurde die Zukunft Leogangs verändert. Denn damit ist der Startschuss für ein Mega-Projekt im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang fixiert worden. Eine zweite Gondelbahn wird ab Dezember 2014 pro Stunde 2500 Wintersportler auf den Gipfel des Asitz bringen.

Die zweite Großbaustelle im Pinzgau befindet sich in Leogang. Dort wird – mit Startpunkt beim Hotel „Krallerhof“ und Ziel neben der bestehenden Bergstation der Asitzkabinenbahn – die Steinbergbahn (Zehner-Gondel) erstellt. Eröffnet werden soll im Dezember, die Investitionskosten für die neue Bahn mit Tal-, Mittel- und Bergstation betragen 17 Millionen Euro. In Saalbach wird der Poltenlift ersetzt. Statt des 4er-Sessellifts kommt eine 8er-Sesselbahn.
Bisher war die Asitzgondelbahn die einzige Einstiegsmöglichkeit um von Leogang in den riesigen Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang zu gelangen. Das wird sich jetzt für immer ändern. Die 10er Gondelbahn „Steinbergbahn“ wird zum zweiten Zubringer ins Skigebiet. Sie führt von der Einfahrt zum Krallerhof auf 3,8 Kilometer hinauf auf den Asitz mit einer Kapazität von 2500 Personen pro Stunde.
Nachdem Bau- und Naturschutzbescheid schon auf dem Tisch lagen, fehlte als Letzter Schritt nach sieben Jahren Planung nur noch die Einigung über die Weideflächen, die hauptsächlich im Gebiet der Bayerischen Saalforste liegen. „Zirka 1100 Hektar sollen entlastet werden. 70 von 78 Weideberechtigten haben daher verzichtet. Damit kann jetz mehr Bergmischwald entstehen“, erklärt Kornel Grundner, Geschäftsführer der Leoganger Bergbahnen. „Das Vieh wird auf angepachteten förderfähigen Lichtweiden grasen können. So gibt es vier Gewinner der Einigung: die Bergbahnen, die Bauern, die Saalforste und natürlich der ganze Tourismusort Leogang an sich“ freut sich Forstbetriebsleiter Thomas Zanker.
Die Rodungen haben bereits begonnen und heute erfolgte der Spatenstich zur neuen Gondelbahn. Damit kann die Bahn über den Sommer fertiggestellt werden. Es entsteht eine Tal-, Mittel- und Bergstation sowie ein Wintersportzentrum im Tal – ein Quantensprung für den gesamten Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang.


Alter Stand vom April 2013:
In diesem Winter konnte der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang wieder Zuwächse bei den Gästezahlen verbuchen. Leogang verfügt mit der „Asitzbahn“ nur über einen Zubringer, der vom Tal aus die Wintersportler in das Skigebiet bringt. Auch mit der Förderleistung stößt man immer öfter an Grenzen. „Bei der Mittelstation können oft gar keine Leute mehr einsteigen, weil die Kabinen schon zu voll sind“, sagt dazu Leoganger-Bergbahnen-Prokurist Kornel Grundner.
Geht es nach den Leoganger Bergbahnen, so soll sich das noch dieses Jahr ändern. Mit der „Steinbergbahn“ ist eine zweite Gondelbahn geplant. „Konkret handelt es sich um eine Einseilumlaufbahn mit Kabinen für je zehn Personen. Die maximale Förderkapazität würde bei 2.600 Personen liegen“, umreißt Leoganger-Bergbahnen-Geschäftsführer Rudolf Eberl das Projekt. Die Talstation wäre bei der Einfahrt zum Krallerhof. Zahlreiche Wintersportler aus den umliegenden Hotels könnten dann die Bahn zu Fuß erreichen.
Die Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern, Behörden und Institutionen laufen laut Leoganger-Bergbahnen-Prokurist Kornel Grundner gut: „Die naturschutzrechtliche Verhandlung, sowie die Bauverhandlung stehen noch aus, wir sind aber optimistisch“. Das endgültige „Go“ erhofft man sich bis zum Mai, dann könnte das Projekt rechtzeitig zum Start der Wintersaison 2013/2014 fertiggestellt werden. Ob eine neue Abfahrt ebenfalls schon befahrbar sein wird, steht noch nicht fest. Eine Mittelstation ist jedoch geplant.
Die Kosten für die Doppelmayer-Bahn inklusive Beschneiung und Infrastruktur würden sich unterm Strich auf rund 22 Millionen Euro belaufen.