Zusammenschluss Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang mit Fieberbrunn und Zell am See

Seilbahnprojekt zwischen Zell am See und Saalbach endgültig gestoppt

Das lang geplante Seilbahnprojekt, der SaalbachXpress, das eine direkte Verbindung zwischen der Schmittenhöhe in Zell am See und dem Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn schaffen sollte, wird nicht umgesetzt. Der Lift sollte von Viehhofen und der Talstation des zellamSeeXpress Richtung Poltenlift, bzw. Leogang gehen. Obwohl für den Lückenschluss bereits behördliche Genehmigungen vorlagen, haben die Betreiber das Vorhaben nun endgültig aufgegeben.

Ausschlaggebend für die Entscheidung waren mehrere Faktoren. Ein wesentlicher Punkt ist die fehlende Genehmigung für einen Speicherteich, der für die Schneesicherung notwendig gewesen wäre. Ohne diese Infrastruktur sei der wirtschaftliche Betrieb der neuen Verbindung nicht gewährleistet, erklärten die Verantwortlichen der Saalbacher Bergbahnen.

Hinzu kommen steigende Bau- und Betriebskosten. Laut Angaben der Betreiber hat sich das ursprünglich mit rund 30 Millionen Euro veranschlagte Projekt mittlerweile auf etwa 60 Millionen Euro verteuert. Angesichts dieser Entwicklung und der zunehmenden Unsicherheiten durch milde Winter und Schneemangel sei eine Umsetzung nicht mehr vertretbar.

Das Projekt galt seit Jahren als wichtiges Bindeglied zwischen den beiden Skigebieten und hätte das Angebot für Wintersportgäste in der Region deutlich erweitert. Mit der Absage ist die direkte Verbindung zwischen Zell am See und dem Skicircus Saalbach jedoch vorerst vom Tisch.

Die Skifahrer müssen jetzt weiterhin, wenn sie von Zell am See in den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn kommen wollen, einen Skibus von Viehhofen zur Schönleitenbahn nehmen. Die Abfahrt vom Poltenlift zur Talstation des zellamseeXpress-Liftes in Viehhofen bleibt eine Naturschneepiste und ist leider oft nur wenige Wochen oder gar nicht offen pro Wintersaison.

Trotz des Rückzugs betonen die Bergbahnen, dass die Zusammenarbeit der Skigebiete über gemeinsame Skipässe und touristische Initiativen weiterhin bestehen bleibt.

SaalbachXpress

Die Verbindung nach Zell am See wurde mit dem zellamseeXpress hergestellt, aber es fehlt die weitere Verbindung zum Skicircus von Viehhofen zum Poltenlift. Diese Verbindung hätte der SaalbachXpress herstellen sollen.

Nach Corona, der aktuellen Strompreiskriese und vor der Ski-WM in Saalbach sieht es nicht gut aus mit diesem Projekt. Peter Mitterer, Geschäftsführer der Hinterglemmer Bergbahnen, hat den SaalbachXpress schon für tot erklärt. Der Neubau von Limberglift und Zwölfer-Nordbahn haben Priorität. Eventuell kommt eine Beschneiung der Piste vom Poltenlift bis zur Talstation des zellamseeXpress nach Viehhofen. Die Schmittenhöhebahn geht aber weiterhin davon aus, dass der SaalbachXpress irgendwann gebaut wird, weil es eine Vereinbarung dazu gibt.

Ticketverbund ALPIN CARD

Im Winter 2019/2020 kommt der Ticketverbund ALPIN CARD, der den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn mit der Schmittenhöhe in Zell am See und Kitzsteinhorn Kaprun verbindet.

Die Wintersaison im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn ist geplant vom 29.11.2019 bis zum 13.04.2020, Ostermontag. Daraus wurde wegen Corona nichts. Der gesamte Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn wurde wie alle Skigebiete im Land Salzburg am 15.03.2020 geschlossen.

Winter 2019/2020

Die Abfahrt nach Viehhofen war nur eine Woche im Februar offiziell offen. Für eine Piste ohne Beschneiung gab es einfach zu wenig Naturschnee in diesem Winter.

Die Wintersaison 2019/2020 setzt mit dem neuen Ticketverbund ALPIN CARD neue alpine Maßstäbe. Künftig sind alle erhältlichen Tickets in den 3 Skigebieten Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn, Schmittenhöhe in Zell am See und Kitzsteinhorn Kaprun gültig. Die Ski ALPIN CARD ersetzt die lokalen Skitickets der Bergbahnen – von der Tages- & Mehrtageskarte bis hin zur Saison- und Ganzjahreskarte.

Schon seit Winter 2015/2016 ist Fieberbrunn beim Skicircus dabei.

So war das 2015:

Die Anbindung an das Tiroler Skigebiet Fieberbrunn (Eigenwerbung: „Das bestversteckte Skigebiet“; 11 Bahnen; 35 Kilometer Abfahrten; 3,5 Mill. beförderte Gäste) an den riesigen Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang (55 Lifte, 200 Kilometer Abfahrten, 23,1 Mill. beförderte Gäste) wird in absehbarer Zeit Realität. Davon geht der Geschäftsführer der Bergbahnen Saalbach Hinterglemm, Helmut Thomas, aus.

Die Bestätigung dazu kommt aus Tirol von Toni Niederwieser, dem Geschäftsführer der Bergbahnen Fieberbrunn: „Ich schätze, dass das Projekt in zwei Jahren umgesetzt ist. Natürlich sind jetzt einmal die Verfahren abzuwickeln. Da kann man nicht vorgreifen.“ Notwendig sei der Bau einer 2,5 Kilometer langen Bahn. Deren Bergstation würde beim Reiterkogel auf Salzburger Boden und Pisten und Lifttrasse aber in Tirol liegen.
Das Projekt wird diesen Sommer umgesetzt und dann ist ab Winter 2015/2016 Fieberbrunn ein Teil des Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang.

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Wozu braucht Saalbach-Hinterglemm den neuen Juniorpartner? Dazu sagt Helmut Thomas: „Die Größe eines Skigebiets ist in der Werbung ein wichtiges Argument. Wenn wir mit Fieberbrunn zusammenwachsen, sind wir eines der größten Skiresorts in Europa. Bigger is better, lautet die Philosophie.“
Für die Erweiterung in Richtung Zell am See wird zuerst eine Bergbahn von Viehhofen am Eingang zum Glemmtal zur Schmittenhöhe gebaut. Die Landesumweltanwaltschaft dürfte nichts dagegen haben, weil es sich nicht um eine Neuerschließung handelt, denn es gibt schon jetzt eine Skiroute von der Schmittenhöhe nach Viehhofen. Von der anderen Seite gibt es ebenfalls eine Skiroute von Leogang nach Viehhofen.
Das Ergebnis wäre ein riesiger Skicircus, eines der größten Skiresorts in den Alpen, und würde die Orte Zell am See, Viehhofen, Saalbach, Hinterglemm, Fieberbrunn und Leogang verbinden.